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Vom Helfen

Ich gehörte immer zu den Menschen, welche da sind wenn was ist, die kommen wenn sie gerufen werden und manchen Leuten nicht nur einmal die Probleme beseitigt haben.
Aber ganz ehrlich, die Zeiten sind vorbei. Auch da habe ich einfach keine Lust mehr drauf.
Man macht und tut und reißt sich den Arsch auf. Dann wird gedankt und angeboten dass wenn mal was ist man sich melden soll.
Tja, jetzt bin ich in einer Situation wo ich echt um Hilfe gebeten habe. Ein paar haben Hilfe gegeben, da bin ich dankbar drüber, keine Frage, aber grad jene, welche immer am lautesten getönt haben kümmern sich einen Scheiß.
Mit mir nicht mehr.
Wer meine Hilfe will, aber nicht zu einem ausgewählten Kreis an Leuten gehört, der kann meine Hilfe bekommen, wenn er zahlt, ansonsten hat Mensch einfach Pech gehabt und muss sich nen anderen Idioten zum ausnehmen suchen.
Was mich daran am meisten aufregt, ist die Tatsache, dass es oftmals Leute sind, die einem immer wieder sagen wie wichtig es ist andere um Hilfe zu bitten usw.usf.
Ich habe viele schlimme Wörter in meinem Kopf grade die ich solchen Leuten an den Hals werfen möchte. Aber diese Energie bekommen sie auch nicht.
Bin grad einfach nur wütend.

Steine auf dem Weg

Derzeit verläuft mein Weg, bis auf Ausnahmen, echt nicht sonderlich gut. Er ist steinig, kurvenreich und steigt stetig an um dann wieder Berg ab zu führen.
In den letzten Jahren sind einige meiner Fähigkeiten, trotz steter und sauberer Praxis blockiert.
Derzeit ist es so, dass meine Aussersinnliche Wahrnehmung nicht mehr sonderlich ausgeprägt ist und ich nicht reisen kann.
Das macht mich wirklich fertig, ist es doch so, dass ich es gewohnt war mich auf meine Wahrnehmungen verlassen zu können und diese treffsicher war. Sowohl für mich, als auch für andere.

Rituale, besonders Jahreskreisfeste, Vollmond und Übergangsrituale sowie Arbeiten eher spiritueller Natur hingegen funktionieren nach wie vor, besonders wenn es für andere ist, das Setting und die Leute stimmen und ich dem wirklich positiv gegenüber bin, wie eben gestern beim Handfasting, andernfalls hätte ich es nicht vollzogen.

Aber es fehlt mir mühelos reisen zu können, meine Geister, Ahnen und Götter zu sehen, zu hören, zu fühlen.
Es ist nicht ganz weg, es ist nur dumpf, als säße ich in einer Glocke/ Blase, welche Geräusche schlucht, die Sicht trübt und mich nicht raus lässt.

Über FB habe ich um Hilfe gebeten und was bisher raus kam, wie auch in Gesprächen mit Freunden und Bekannten ist, dass da ein paar meiner altbekannten Probleme zuschlagen, aber auch äußere Umstände. Toxische Personen meiner Vergangenheit, welche auch dafür verantwortlich sind, dass meine Gesundheit die letzten 4 Jahre so rapide bergab ging. Vor diesen Menschen war es zwar auch schon so, dass ich stark eingeschränkt war, aber eben nicht so heftig und der Verlauf nicht so dramatisch war wie er ist.
Nach wie vor ist es so, dass es stetig schlimmer wird, als hätte damals etwas ausgelöst, was meine Krankheit wie einen Stein einen Hang abstürzen lässt.

Ein anderer Faktor scheint meine Wohnung zu sein. Etwas, dass ich schon immer in Verdacht hatte, dass diese hier sehr blockierend auf mich wirkt.
Ich mag meine Wohnung wirklich sehr, doch merkte ich vor 12 Jahren beim Einzug schon, dass ich hier bei weitem nicht so gut und sauber arbeiten konnte wie sonst überall und seit ich an mein zu Hause gefesselt bin, ist es so wie es jetzt ist.

Bin ich woanders, läuft es besser, klarer, sauberer. Ein Warum habe ich nie 100%ig herausfinden können.
Kommen aber mehrere Leute zusammen, dann läuft es wieder besser, dank der synergetischen Effekte die auftreten wenn mehrere praktizierende aufeinander treffen.

Eine Teillösung meiner Herausforderungen besteht derzeit darin, das Solarplexus Chakra zu stärken, mehr raus zu gehen/ wo anders zu sein, den Blick von der Vergangenheit in die Gegenwart zu richten und andere und vielleicht auch neue Wege zu suchen/ gehen/ finden.

Solche Phasen hat man immer auf diesem Weg und ich habe mich schon früh daran gewöhnt, dass es manchmal einfach so ist wie es ist, doch das jetzt geht über alles was bisher war und sorgt dafür, dass mir etwas essentielles meines Lebens wirklich schmerzlich fehlt.
Auch die Lernaufgaben die solche Phasen immer nach sich ziehen/ mit sich bringen sind willkommen und bringen mich seelisch enorm weiter. Alleine die Tatsache dass ich seit einiger Zeit endlich mit meinen Emotionen in Kontakt bin und diese nach und nach leben lerne sowie auch meine Bedürfnisse erkenne und anerkenne sowie, nach Möglichkeit, erfülle, was auch dazu führte, dass ich seit heute mitglied einer Reenactementgruppe bin, welche sich der Wikingerdarstellung zw. 800 und 100 e.v. (Era Vulgaris, nach thelemischer Zeitrechnung 93!) widmet.

Das Bitten um Hilfe ist eine weitere Sache des ganzen, was wirklich wichtig und nötig war zu lernen und mir aufzeigt, dass ich scheinbar ein besserer Kerl bin als ich oftmals selber denke, denn sonst würden nicht so viele tolle Menschen, ob nah, ob fern, ihre Hilfe anbieten und Divinieren, reisen, reden, zuhören und dergleichen mehr, wofür ich wirklich sehr dankbar bin und es mir zeigt dass eine Hand die andere wäscht und man nicht alleine ist wenn es drauf ankommt.

Dennoch, ich wünsche mir sehr diese Blase zum platzen zu bringen, frei zu sein meinen Weg so zu gehen wie er vor mir liegt und wieder, oder vielleicht auch anders, im engen Verbund mit meinen Geistern, Ahnen und Göttern zu kommunizieren.

So oder so, ich gebe nicht auf. Weder weltlich, noch psychisch noch seelisch/spirituell.
Nach so viel Mist den ich hinter mir habe, hole ich mir was ich will, brauche, das Herz nach verlangt.
Wer meint sich mir in den Weg stellen zu müssen, mir Steine oder Stöcke zwischen die Beine werfen zu müssen oder mich mit Dreck zu bewerfen, der wird es bitter bereuen!

Handfasting

Gestern hatte ich die Ehre und das Vergnügen für zwei liebe Menschen ein Handfasting abhalten zu dürfen.

Gewünscht war es vom Bräutigam schon vor einigen Wochen, doch durch meinen Urlaub konnte ich da nicht, somit wurde es, offiziell, erstmal auf Eis gelegt.
Die Braut sprach dann mit mir, ob wir es nicht auf dem nächsten Lager machen können, ob ich da Zeit habe und das machen würde. Ich sagte zu, denn es lag mir am Herzen diesen Wunsch zu erfüllen.

Der Bräutigam wusste nichts davon, bis zum letzten Moment.
Meine beste Freundin war nun für ein paar Tage hier und wir haben das Ritual zusammen abgehalten. Es ist schön wenn ein Paar von Pristerin und Priester in den Ehestand gehoben werden, das macht es ausgeglichener und runder.

So planten wir die letzten Tage konkreter wie das Ritual aussehen soll, welche Elemente es beinhaltet und wer was macht. Die Schnur, welche das Kernelement des Rituals bildet, haben wir gemeinsam aus feiner australischer Merinowolle handgesponnen und mehrfach verzwirnt (insgesamt 8x, so dass ein 16facher Strang entsteht) und einige Elemente daran befestigt welche das Brautpaar segnen und unterstützen soll.

Wir kamen gegen Nachmittag auf dem Markt an und begaben uns erstmal ins Lager wo ich mir eine Gewandung ausleihen konnte, denn der einzigste Tourist Voulgaris inmitten mehrerer Lager zu sein, besonders wenn Kulthandlungen stattfinden ist schon dämlich, das hatte ich auf dem WikingerHof früher häufiger und wollte es dieses mal nicht. Auch da wurde der Bräutigam noch nicht misstrauisch.

Gewandet drehten wir erst nochmal eine Runde über den wirklich schönen und großen Markt und fanden uns, nach letzten Besprechungen wieder im Lager ein. Alle wussten bescheid, ausser der Bräutigam.

Wir haben mit der Braut abgesprochen, dass es einen Brautraub geben wird, so dass wir Zeit haben alle Utensilien aus dem Auto zu holen und den Ritualplatz aufzubauen und alles soweit vorzubereiten.

Die Braut machte sich unter einem Vorwand vom Acker, 15 Minuten später wir und da der ganze Markt bescheid wusste kam jemand aus einem anderen Lager zum Bräutigam und teilte ihm mit, dass seine Partnerin entführt wurde und er sie zu suchen habe. Ohne dass er wisse warum und wiso.

Wir haben während dessen alles aufgebaut und uns entsprechend vorbereitet.
Irgendwann, nach harten Verhandlungen und der umgezogenen Braut, welche ein wunderschänes Kleid trug was von einer Freundin genäht wurde kamen alle ins Lager zurück.

JETZT wurde der Bräutigam misstrauisch, vor allem weil das Lager sehr voll war und eben ein Altar bereit stand.

Wir begrüsten alle und erklärten den Zweck. Nun wurden beide, da der Bräutigam nun auch endlich wusste worum es ging, gefragt ob sie aus freien Stücken, voller Liebe und Willen verheiratet werden wollen.

Da ging mir das Herz so richtig auf, weil die beiden einander so sehr lieben und so wundervoll miteinander umgingen.

Der Platz sowie alle anwesenden wurden mit den Elementen gereinigt, der Kreis gezogen und anschließend die Elementegeister, Ahnen des Paares und die Götter gerufen.

Wir traten zum Brautpaar und erklärten nochmal den Zweck, woraus eine Ehe besteht und dergleichen mehr und banden ihre Hände unter begleitenden Worten.
Nun ging es an das Knüpfen der Segen durch Götter, Ahnen und Elemente in das Band, so dass diese Verbindung stark, geschützt und gesegnet ist.

Wir baten nun die Anwesenden es uns gleich zu tun und ihren Segen in das Band zu knüpfen so sie es möchten.

Ich heulte Rotz und Wasser weil ich von der Liebe, der Herzlichkeit und dem Paar so gerührt war und auch jetzt wo ich dies schreibe geht mir das Herz wieder ein Stück weiter auf.

Nachdem das Brautpaar sich dann gegenseitig Brot und Met reichten, auf dass sie nie hungern oder dürsten müssen wurde das Ritual beschlossen und der Kreis aufgehoben.
Da sie keine Ringe haben, haben wir aus dem Band des Handfastings Armbänder gefertigt, welche mit der Kraft des Rituals geladen nun Stellvertreter sind bis das Paar Ringe o.ä. gefunden hat die sie tragen wollen.

Es folgte eine feier voller Lachen, Spaß, Freude und tollen Gesprächen.
Nach 15 Jahren war dies nun mein 5. Handfasting und es ist mir immer eine Freude und eine Ehre solche Rituale leitenzu dürfen und zwei Herzen, zwei Lebenswege und zwei Seelen miteinander zu verbinden, solange die Liebe währt.

Keine Lust mehr

 

 

 

Letzte Woche war ich in Dänemark. Genauer gesagt auf Römö.
Es war in jeder Hinsicht episch!

Das Wetter war perfekt, für perfekte Stimmungw urde gesorgt, selbst wenn sie beschissen war wurde das beste draus gemacht und somit wurde es wieder perfekt.
Vieles ist klar geworden, manches hat sich aufgelöst, von einem Thema habe ich abstand nehmen müssen weil ich erkannte, dass ich all die Jahre leider doch recht mit meinen gedanken hatte, eine andere Sache hat sich von mir gelöst, was schmerzahft aber wohl unvermeidlich war.

Römö ist wunderschön. es war ein tolles Haus, die Strände ein Traum. Tönder herrlich, Ribe ein traum! Solltet ihr mal die Chance haben ins Vikingcenter zu kommen, tut es. Ich wollte gar nicht mehr raus und es war als sei ich gute 1000 Jahre zurück versetzt gewesen, an einem Ort wo die Geister und Götter Alltag sind für jedermann und die Kraft fließt.
Auf FB kannst du Bilder sehen in meinen Alben.

 

Freizeit

Ab Montag habe ich ein paar Tage ganz für mich alleine.
Es sind die einzigen Tage die ich in diesen Ferien für mich habe, weil meine werte Ex-Frau es immer noch nicht hinbekommt, die Kinder die Zeiten zu nehmen, die sie eigentlich verpflichtet ist sie zu nehmen.
Ja, ich weiß, ich könnte das alles einklagen, aber damit wäre den Kindern nicht geholfen. Im Gegenteil und ich hätte mehr auszubaden als alles andere, weshalb ich es dulde, jedoch nicht müde werde meiner Ex-Frau das deutlichst mitzuteilen.

Ein Teil von mir freut sich auf diese paar Tage ohne Verpflichtungen. Ein anderer Teil ist einfach nur angepisst. Angepisst weil es eben nur wenige Tage sind, welche ich für mich habe, wo mal nichts ansteht, ich mich nur um mich kümmern brauche und mir den Rest egal sein lassen kann. Sicher, es ist besser als nichts, wenn ich mir aber mein Befinden ansehe, dann ist das so gut wie nichts im Vergleich zu dem, was ich eigentlich bräuchte.

Vorgenommen habe ich mir so direkt nichts. Ich werde Freunde besuchen die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, ansonsten habe ich ein paar Sachen im Hinterkopf, die ich gerne machen möchte. Dazu gehört das verarbeiten von Fasern von der Schur zum Garn (habe geschorene Rohwolle hier) aber auch das mischen von Fasern um zu sehen was von Hand möglich ist.

Ich werde schlafen wann ich will und wach sein wann ich will. Essen was mir schmeckt und vermutlich mehr nichts tun als alles andere. Genau das was ich derzeit auch brauche und will. Einfach mal nichts.
Eigentlich müsste ich zur Rentenkasse und die Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen, da es für meine weitere Gesundheit nicht sonderlich gut aussieht. Dabei frage ich mich natürlich auch, wie lange ich überhaupt noch in der Lage bin mich um die Kinder und mich zu kümmern, denn da wir nicht das Wetter haben, was für Anfang Juli üblich ist, geht es mir schlechter als sonst. Wechselhaftes, kaltes und nasses Wetter ist Gift für mich und verschlechtert die ganze Symptomatik. Warmes und vor allem trocken warmes Wetter ist eine wahre Wohltat für mich.

In den letzten Tagen habe ich wieder vermehrt über das Thema Beziehungen, Menschen kennen lernen und Co nachgedacht. Auch eine Sache die mich nervt. Mein Kreis an Leuten ist im Laufe der letzten Jahre seit meine Erkrankung diese Intensität erreicht hat kontinuierlich kleiner geworden. Ich bin dankbar für jede/n einzelne/n in meinem Leben, keine Frage, aber hin und wieder möchte man auch mal jemanden sehen. Vielleicht mal einen trinken gehen, feiern gehen oder sich auf Spieleabende oder sonstiges treffen.
Jeder hat ein Leben mit Verpflichtungen zu führen und die 3 Menschen die mir am nächsten sind, haben meist sehr viel eigenes zu tun, wofür ich vollstes Verständnis habe.
Es ist auch nicht so, dass ich einsam bin, das kann ich so nicht sagen, auch fühle ich mich nicht alleine. Aber es gibt diese Tage, da würde ich mich gerne, wie früher, lange vor Ehe und Kindern, mich einfach mit der Clique treffen, nen lustigen Abend in der Stammkneipe haben, was trinken, Spaß haben, doofes Zeug erzählen und vielleicht den ein oder anderen Flirt haben, einfach nur für den Spaß an der Sache. Nichtmal mit dem Gedanken „mir was mit nach Hause“ zu nehmen, sondern nur merken, dass man neben dem Vaterdasein doch noch etwas mehr vom Leben hat.

Das hängt auch alles mit diesem Dauerthema zusammen was seit einigen Monaten in mir hängt: Was ist Leben? Lebendig sein? Sich lebendig fühlen?
In meiner derzeitigen Situation ist da nicht viel, auch wenn da vieles ist, was mir gut tut, ich gerne mache und mir Freude und ein wenig Entspannung (die sprichwörtliche zumindest) bringt. Das ganze lässt mich sehr viel nachdenken. Macht mich glücklich wie es mich auch traurig macht. Manchmal aus den gleichen Gründen.

Wenn ich mir meinen Alltag ansehe, dann gibt es da nur folgende Programme: Überleben, Rumkriegen, klar kommen, kleine Inseln mit schönem und ansonsten sehr viel Kampf, Anstrengung und auszehrendes.
Soll das wirklich alles sein?

Dieses Lied begleitet mich schon seit so vielen Jahren. Jedes mal treibt es mir Tränen in die Augen, bleierne Schwere ins Herz und Gedanken in den Kopf.
Manchmal denke ich, dass mein Skorpion entweder beschissen besetzt ist und ich dem Fluch der unerlösten Skorpione ausgesetzt bin, nämlich nicht glücklich werden zu können, oder aber die anderen zT sehr abgefuckten Zeichen und deren Verindungen im Radix machen es mir nicht sonderlich leicht aus allem das beste zu machen.
Aus nem Putzlappen macht man eben kein Seidentuch mehr.

Meine Therapeutin meinte zuletzt, ich wäre bitter geworden. Wenn ich mich selbst betrachte und reflektiere, dann mag das aus ihrer Definition heraus stimmen, aus meiner eigenen heraus sieht es eher so aus, dass ich falsche Hoffnungen, Strohhalme und ähnliches einfach los gelassen habe, die Dinge ansehe und hinnehme wie sie sind und mich nicht mehr fertig mache mit Hoffnungen, Wünschen oder sonstigem.
Wie auch sonst im Leben habe ich auch hier mittlerweile eine Haltung der größtmöglichen Erwartungslosigkeit etabliert, die mich vor einer ganzen Menge Schmerz und Kummer bewahrt. Sicher, das ist nicht perfekt und wird es nie werden, aber zumindest derzeit geht es mir damit um ein vielfaches besser, weshalb ich es auch nicht als richtig erachte irgendwo wieder nach Strohhalmen zu greifen oder den Kopf in die Wolken zu hängen.

Eine Entwicklung die diese haltung nach sich zog, mir persönlich sehr hilft und auch gut tut und auch mit meinen Emotionen zusammenhängt, ist die, dass ich schonungsloser und härter geworden bin. Ich schlucke nichts mehr runter, ich beschänige nicht mehr und gebe nicht mehr klein bei. Pisst mich was an, bekomtm mein Gegenüber das sofort zu hören/ spüren. Klar, sachlich und ohne Diskussion gebe ich weiter was in mir passiert wenn jemand meint mich bescheissen zu wollen oder mir gegenüber ungerecht ist. Grade meine Ex-Frau darf das oftmals erfahren, worauf sie so gar nicht klar kommt. Aber auch Freunden ist es schon aufgefallen und sie sind froh darum. Wer da nicht froh drum ist, sind jene die eben nicht so Freund sind wie sie gerne meinen.
Getreu dem Spruch: Wen es stört, der zählt nicht, wer zählt, den stört es nicht.
Damit fahre ich ganz gut, denn dadurch kann ich mich auch gut abgrenzen, werde nicht mehr so ausgenommen und die Leute merken sehr deutlich wann sie an eine meiner Grenzen krazen und zollen mir mehr Respekt, so wie ich jedem Respekt zolle, der mir begegnet. Nicht mehr nicht weniger.

Ein großes Stück weit führe ich das auch auf Algiz zurück, welche ich ja unter anderem genau deswegen habe mir über das Herz tätowieren lassen, so dass ich endlich dahin komme, mich meinen Emotionen anzunähern, diese raus zu lassen und mich selbst zu schützen.
Durch meine Situation grade und die verschlechterte Gesundheit ist es zwar auch zeitgleich so, dass weniger Geduld habe, aber auch das ist alles andere als verkehrt, war ich in der Vergangenheit doch immer zu geduldig mit allen, außer eben mit mir.

So, nun ein weiter Bogen….gestern Abend, als ich Freizeit hatte, habe ich den Altar umgeräumt. Ich habe Phasen, da habe ich gerne alles fein säuberlich voneinander getrennt und dann gibt es wieder Phasen, da ist es mir wichtig alles beisammen zu haben.
Bis gestern war es so, dass die Ahnen mit Santa Muerte einen eigenen Altar hatten, die Gottheiten mit denen ich verbunden bin aber nur hin und wieder intensiver arbeite und eben den Altar für die Geister und einen für meine Hauptgottheiten.

Als ich gestern darüber nachdachte, war ich kurz geneigt es erst nicht zu machen und erstmal zu divinieren und zu reisen ob das denn wirklich Ok wäre. Dabei fiel mir ein, dass schon mehrfach von drüben kam, dass ich ruhig nach meinem Gefühl gehen kann, was ich dann gestern auch gemacht habe.
Nun habe ich alles auf einem Altar.

Von links nach rechts: Hathor, Maria, Hekate, Hel, Santa Muerte, Yemaya, Kali, mein Geisterkessel, Ganesha, Shiva, Mr. Monday, Pan, Erzengel Michael, Baphomet, Melek Taus, der Hexenvater, Cernunnos und nochmal Shiva als Mahadeva
Im Fach darunter sind meine derzeitigen Hauptwerkzeuge und der Geisterfetisch und im untersten Fach ausschließlich die Ahnen, auch wenn diese zusätzlich mit ihm Kessel vertreten sind.
Es fühlte sich direkt richtig gut an den Altar so aufgebaut zu haben.
Hekate hat nach wie vor im Flur einen Schrein für sich ganz alleine und Obi-Eleggua ist, wie es die Tradition verlangt, hinter der Eingangstüre, auch wenn er mit Mr. Monday zusammenhängt in meiner Wahrnehmung.
An der Wand hinter dem Altar sind viele Bilder von Göttern und Geistern sowie Kräften zu denen ich einen Bezug habe.
Am Altar selber arbeite ich eigentlich recht selten, was mit daran liegt, dass der Platz in meinem Wohn/ Schlafzimmer recht begrenzt ist und der Altar zw. Esstisch und Abstellkammertür und PC steht. Dennoch ist es mir wichtig einen aufgebaut zu haben, so dass ich immer einen Fokuspunkt, eine Erinnerung und eine Kraftquelle um mich herum habe, denn ohne würde mir massiv was fehlen.

Meinen ersten Altar habe ich vor über 15 Jahren aufgebaut. Damals ganz schlicht auf einer Glasplatte welche auf einem Metallständer lag, darauf einen runden Marmorkisel mit dem Symbol des Triple Moon darauf und einen groben Basaltbrocken mit dem Zeichen des Gehörnten. Das war zu der Zeit als mir Wicca und das Hexentum das erste mal begegneten, nachdem ich mich vorher mit zeremonieller Magie und Hermetik auseinander gesetzt habe und mir das ganze zu trocken war.

So, nun wird es doch Zeit, dass ich mal das Bett aufsuche, auch wenn die kommende Nacht ähnlich ablaufen wird wie die Nächte zuvor….ohne nennenswerten Schlaf.

Zwischenmenschliches

Tja, das ist ein Thema für sich in meinem Leben.
Als Mensch der sich zwar (mittlerweile) ganz Ok findet, aber nicht mehr, fällt es mir immer sehr schwer zu verstehen, warum andere Menschen mich so toll finden, mich für was besonderes halten, gerne mit mir Zeit verbringen und manchmal sogar so weit gehen nen Personenkult aus mir zu machen.

Freitag Abend war eine liebe Freundin zu besuch. Wir haben wieder einen unserer Kreativabende gemacht und ich habe angefangen eine Marienstatue zu überarbeiten, so dass sie mir auch gefällt. Wenn sie schon Platz in meinem Leben haben soll, dann soll sie auch so aussehen, dass sie mir wirklich gefällt.
Wir sprachen über vieles, besonders über unsere Kinder, Ex-Partner und gegenwärtige Menschen in unserem Leben und da wurde mir auch schon wieder bewusst, dass es in meinem Leben immer nur 2 Arten von Menschen gab. Jene die mich irgendwie erhöhen und jene die mich runterdrücken. Dabei will ich einfach nur ganz normal behandelt werden, ohne irgendeinen besonderen Status oder mein Wort als Offenbarung betrachtet werden. So toll bin ich nicht.

Das ganze verfestigte sich gestern intensiv.
Meine Schwester und ihr Freuden luden uns auf einen Mittelaltermarkt ein. Ich wusste, dass ich da einige Menschen treffen werde die ich kenne und zum Teil seit Jahren nicht mehr gesehen habe, die ich aber grundsätzlich mag und auch gerne mal Zeit mit verbringe. Die erste Aussage war schon krass: „Mo, ist das schön dich endlich mal wieder zu sehen. Ohne dich fehlt einfach etwas.“ Ok, ja is klar….weil man sich ja auch schon soooo oft (2 oder 3x) gesehen hat. Auch krass war: „Ich wußte, dass der Tag kommt wo du einfach endlich wieder da bist.“, von allen die ich traf (es waren einige10-15 Leute) kamen solche Aussagen…..das schräge ist, mind. 75% von denen meinen auch was sie sagen und ich frage mich, warum? Was macht es aus, dass ich diesen Effekt auf Menschen habe?

Ich selber empfinde mich als jemanden der furchtbar schwierig, eigen, exzentrisch, unusual (unnormal ist mir zu stark konnotiert) und schwer zugänglich ist.
Irgendwas scheine ich an mir zu haben, dass die Leute auf mich fliegen oder von mir fliehen lässt. Da ist einfach nichts dazwischen. Es ist schon so oft passiert, dass Leute mich auf nem Stammi, bei nem Ritual, auf nem Markt oder ähnliches kennen gelernt haben und so geflasht von mir waren, dass sie mich gerne in ihren Leben hätten. Dabei mache ich nichts besonderes, lege es nicht drauf an und bin, um wirklich ehrlich zu sein, oftmals einfach nicht daran interessiert dass es so ist. Ich will einfach nur ich sein, mich leben und vor allem meistens einfach meine Ruhe haben.

Da sind Leute bei, die lassen sich von nichts und niemandem auch nur irgendwas sagen die zu mir kommen wenn sie Rat brauchen, Fragen haben oder Herausforderungen gegenüber stehen. Leute die manchmal doppelt so alt sind wie ich, in meinen Augen fest im Leben stehen und mehr in sich tragen als ich jemals haben werde die dann klein, schwach, gebrochen und vor allem offen vor mich treten um meine Meinung zu etwas zu hören, meinen Segen zu bekommen oder Weisung für ihr Leben suchen.
Ich mein, HALLO? warum ausgerechnet von mir?
Jemand der in seinem Leben nur Beziehungen hatte die in katastrophen endeten und mich fast vollständig zerstört haben, der chronisch krank ist und vermutlich nur noch einige Jahre vor sich hat in denen ich am Leben teilnehmen kann, alleinerziehend, arm an Möglichkeiten und nur überlebend weil ich verdammt zäh bin und aufgrund meines Lebens eine Stärke entwickelt zu haben scheine, die andere in sich nicht sehen.

Ich verstehe es einfach nicht. Das geht über meinen Verstand und über alles was ich greifen kann. Was ist es, dass dafür sorgt, dass ich bei den Leuten unterschiedlichster Coleur, unterschiedlichster Herkunft, Stellung, Lebenskozeptionen und „Welten“ so hoch im Kurs stehe, dass sie sich fast ein Bein ausreißen nur um zu erzählen was in ihren Leben passiert ist, nachdem sie mit mir über etwas gesprochen haben.

Warum machen sich manche Leute nahezu abhängig von mir und meiner Meinung, wo ich ein wandelndes (ok kriechendes) Wrack bin ohne nennswerte Leistungen hervorgebracht zu haben ausser irgendwie zu überleben, oftmal kaum eine Ahnung habe von dem was ich tue oder eben nicht tue und schlicht einfach aufgrund meiner Kreativität mache was ich mache wie ich es mache.

Wenn ich mich frage ob ich mit mir befreundet sein wollen würde, dann sage ich auch ja, weil da einige Eigenschaften an mir sind, die ich wirklich mag und weiß dass ich trotz allem irgendwo keine schlechte Gesellschaft bin und bemüht bin, dass jeder gestärkt oder zumindest irgendwie bereichert aus einer Begegnung mit mir herausgeht, auch wenn das nur eine Haltung und kein Anliegen ist. Aber mehr als das was ich tue kann ich echt nicht benennen. Sei es das gute Essen das ich koche, oder dass ich spirituell scheinbar irgendwann mal was richtig gemacht habe. Aber eben mehr nicht.
Es ist mir zu hoch.

Wenn ich dann über Partnerschaftliches nachdenke, was ich seit einigen Tagen sehr häufig mache, seit das in meiner Therapie von meiner Therapeutin so aufs Tableau gebracht wurde, dann habe ich Angst. Weder will ich dass ein potentieller Mann geblendet ist, utopische Erwartungshaltungen an den Tag legt und sein Bild von mir und seine Erwatungen an mich auf mich projeziert und nicht wirklich sieht wer ich bin, noch will ich, dass es so wird wie es in der Vergangenheit war.

Ein Teil von mir, wünscht sich eine lockere Beziehung die dennoch fest genug ist. Ein anderer Teil ist sehr glücklich damit mich um nichts dergleichen kümmern zu müssen und mir ganz allein (sofern das als alleinerziehender Vater überhaupt geht) zu „gehören“ Das nervt mich massiv. Zumal da eben auch viele Sachen im Raum stehen die mir derzeit als noch zu groß erscheinen. Meine kaputten Anteile denken dann nämlich auch, wer will mit jemandem wie mir schon zusammen sein….krank, kaputt, nicht so gut aussehend wie andere, ans Haus gefesselt wegen der Kinder, kaum Kohle um ein Leben zu führen wie man es sich wünscht und dergleichen mehr. Dass das giftige und zT falsche Gedanken sind, dessen bin ich mir vollkommen bewusst, aber es ist halt so. Ich gehe ja nicht grundlos zur Therapie.

Je näher ich meinen Emotionen komme, was ja noch nicht sehr nah ist, da ich ja erst seit kurzem überhaupt zulasse und anerkenne dass ich Emotionen habe und dass da auch Bedürfnisse dranhängen oder das eine durch das andere generiert wird, desto schwieriger wird das ganze in mir. Dieses Paradox was meine Persönlichkeit ausmacht, meine Sicht auf die Dinge und mein Umgang mit all dem führen dazu, dass ich manchmal regelrecht erschöpft bin wenn ich mit Denken fertig werde oder die Erschöpfung das Denken beendet.

Selbst jetzt, wo ich über all das zwischenmenschliche schreibe rattert mein Denken.
Im Alltag ist es so, dass ich, sobald ich auf Menschen treffe entweder meine Masken und Muster fahre um klar zu kommen, obwohl die Masken schon ich bin, nur halt negiert in meinen Problemen die ich eben mit Menschen habe. Es gibt 3 Menschen in meinem Leben wo ich zu 100% bin wie ich bin, wo ich weder Masken trage, noch irgendwas verstecke was ich bin und zu mir gehört. Diese 3 Menschen sehe ich aber verdammt selten, was zT durch Entfernung bedingt ist und zum anderen einfach dadurch, dass Zeit ein verdammt kostbares Gut ist.
Alle anderen die zu mir nach Hause kommen dürfen, habe ich auch gerne um mich. Aber eben nur limitiert, nach absprache und eben nicht zu oft, weil es mich erschöpft. Nicht weil die Menschen erschöpfend sind, denn solche Menschen dulde ich in meinem Leben nicht mehr, sondern weil es mich erschöpft mich mit anderen Menschen auseinander zu setzen.

Es ist ein ständiger Spagat zwischen dem Bedürfnis mit anderen Menschen Zeit zu verbringen und ja keinen  zu sehen, zu hören oder zu lesen.
Ein Spagat zwischen größtmöglicher Offenheit und extremer Isolation und Abschottung.
Hin und her gerissen viel zu erleben und mit mir alleine zu sein. Das sit sowohl im Bekannten und Freundeskreis so und ebenso wenn ich über Partnerschaftliches nachdenke.I ch habe grade was letzteres betrifft mittlerweile eine sehr feste, fixe und konkrete Vorstellung von dem was ich will und was ich nicht will. Das mag vielleicht anmaßend sein so anspruchsvoll zu sein, aber ich weiß am besten was gut für mich ist und was eben nicht gut für mich ist, was vielleicht sogar gefährlich wäre.

Wenn ich das dann ins Außen projeziere, vermute ich, dass ich auf ewig single sein werde, auch wenn der Teil in mir, der irgendwie auch an Einhörner die Regenbögen pupsen glauben möchte, sagt, dass es da draußen einen gibt, der passt. Aber auch dem verweigere ich mich, denn ich gebe mir nicht die Chance gesehen zu werden, weil die „Kosten/Nutzen-Rechnung“ einfach nicht aufgeht, zumindest jetzt noch nicht, zumal das Bedürfnis nach partnerschaftlichem Kram zwar da ist, aber eben nur in wenigen Momenten hoch kommt und ich im alltag einfach viel zu viel mit mir und meinen Baustellen zu tun habe, als dass da Raum für jemanden wäre und ich auch keinen Raum frei räumen will.

Echt jetzt, ich hasse es so paradox in mir selber zu sein und mich in mir zurecht finden zu müssen und das irgendwie mit dem Außen in Verbindung zu bringen, damit es irgendwie funktioniert.

Ich sein ist manchmal verdammt anstrengend.

 

Achtung, das wird ein verdammt langer, negativer text der vieleicht triggern kann. ich erwarte von niemandem dass er ihn liest. ich mußte grade einfach nur mal dampf ablassen um nicht zu implodieren (alles klein geschrieben, weil ich derzeit nur daumen und zeigefinger der hände nutzen kann)

mir ist grade danach, mal einen kleinen einblick in mein leben zu geben, weil ich grade auch nen punkt habe, wo es mir einfach nur scheiße geht, wo ich das gefühl habe, dass egal wie viel ich für meinen körper mache, ihm gebe wonach er verlangt und einiges mehr, es einfach nicht besser wird.
seit 3 jahren bin ich arbeitsunfähig und hatte zu anfang die hoffnung, dass es sich schon wieder stabilisieren wird, ich wieder soweit fit werde, dass ich mein leben zumindest einigermaßen so leben kann wie ich es für richtig halte und wie mein bedürfnis ist. tja, leidr war und ist dem nicht so. statt sich zu stabilisieren, ist es so, dass das gesamte symptombild sich kontinuierlich verschlechtert. wo ich zu anfang der diagnosestellung noch gehen konnte und nur zwischendrin schübe hatte die es schlimmer machten, ist es mittlerweile so, dass die schübe länger dauern als die phasen dazwischen die schubfrei sind.
seit anfang des monats ist es so, dass kein tag vergangen ist, an dem es mir in irgendeiner art und weise besser gegangen wäre oder zmindest mal ein normal da war. heute sind die schmerzen etwas weniger schlimm gewesen (auf einer skala von 1-10, wo 1 schmerzfrei ist und 10 das höchst aushaltbare) war es heute „nur“ bei einer 7. zum abend hin aber kam nun eine wirklichheftige migräne, jedoch ohne den typischen kopfschmerz bzw. diesen nur leicht im hintergrund und die ganzen anderen begleitsymptome um so schlimmer. normalerweise bin ich kein seelenstripteasemensch, aber grade muß das raus, sonst platze ich. ich will niemanden anrufen und niemanden sprechen, ich will es grade nur runterschreiben und dann gut.
mein alltag sieht so aus, das sich mich morgens, nachdem ich eine nacht mit schlechtem, unerholsamen und verdammt wenigem schlaf (egal wann ich ins bett gehe, was ich vorher gemacht habe, wie ich den abend gestaltet habe) aus dem bett kämpfe um irgendwie den weg zum bad zu bestreiten und mich klar zu machen. anschließend begebe ich mich in die küche, bereite das frühstück für meine söhne vor, mache ihnen die brote für die schule, nehme das erste mal zusätzlich zu den morphinpflastern (20µ/h) 800mg ibuprophen und wenn ich es noch schaffe, mache ich mir eine tasse tee und setze mich zu den kindern die frühstücken und sich danach für die schule fertig machen. den großen brauche ich schon lange nicht mehr zu bringen, den kleinen phasenweise schon noch, was für mich eine extreme belastung ist. zu fuß kaum denkbar, dabei sind es grad mal ca. 1km wenn überhaupt, für mich aber schon nicht mehr zu stemmen, also mit dem rad, was leichter ist, aber dennoch für mich einem marathon gleicht.
zu hause angekommen, krauche ich die treppe hoch, falle auf meinen sessel und brauche gute 5 minuten nur um schuhe auszuziehen und mich wieder langsam bewegen zu können.
steht an diesem tag nichts an, wie arzt oder therapeutentermine oder eben manchmal auch ämtergänge, dann krieche ich nach einem kleinen snack wieder ins bett. wegen der medikamente muß ich was essen, damit ich meinem magen icht noch mehr schade als ohnehin schon, denn seit ich ca. 10 jahre alt bin habe ich eine gastritis, phasenweise magen und darmgeschwüre dadurch, welche logischerweise auch nicht besser werden.
in diesen stunden finde ich häufig zumindest etwas schlaf, so dass ich in der lage bin, bis zum abend den tag irgendwie zu meistern.
langsam bemühe ich mich dann dem haushalt irgendwie gerecht zu werden, wäsche zu waschen und papierkram und ähnliches zu erledigen. irgendwann kommen dann die kinder von der schule nach hause bzw. muß der kleine manches mal eben abgeholt werden, was bedeutet, dass ich irgendwie in die klamotten steige, runter gehe (ein hoch auf meine krücken, ohne die wär ich nichtmehr in der lage das haus zu verlassen) und mich auf mein fahrrad bewege um ihn abzuholen. hin und wieder muß ich dann noch ein paar teile einkaufen gehen, was ich meist, wenn es sich nur um ein paar teile handelt, mit dem rad mache. ist es mehr, kann ich mir bei einer lieben freundin ihr auto ausleihen.
dann ist wie überall zeit für das mittagessen, was hier meist aus einem snack besteht, gefolgt von obst.
hausaufgabenzeit, gegen mittag fällt es mir verdammt schwer mich auf irgendwas zu konzentrieren und da kann es schon vorkommen, dass meine konzentration so schlecht ist, dass ich 3. klasse hausaufgaben 2-3x lesen muß um zu verstehen was verlangt wird, wo ich eigentlich jemand bin, der von sich selbst sagt, dass er nicht ungebildet ist und auch nicht dumm ist.
nachmittags sind die kinder oftmals verabredet oder gehen ihren vereinen nach. der große regelt das alleine, den kleinen muß ich 2x die woche mit dem rad ans andere ende des ortes bringen, damit er fußball spielen kann. oftmals habe ich da das glück, dass er von den eltern seines kumpels mitgenommen werden kann, was für mich eine große erleichterung ist, denn das ist mit der größte grauen der ganzen woche diese strecke 2x schultern zu müßen.
wenn nicht schon vorher, muß ich am nachmittag das 2. mal ibu 800 nehmen, weil der schmerzlevel durch diese beanspruchung meines körpers wieder zu viel war, besonders dann wenn ich noch einkaufen war oder den haushalt in einem rutsch versucht habe, wobei ich auch hier alles staffeln muß und gucken muß was ich wann mache um es überhaupt geregelt zu bekommen.
es ist nicht so, dass es nur die schmerzen in den extremitäten, dem rücken und den nerven ist, zusätzlich dazu kommen zuckungen, zittern, taubheit und spontane situationen wo mir einfach alles aus der hand fällt, ich aufstehe und nicht weiß was ich eigentlich wollte.
Ebenfalls sind extreme erschöpfung nach kleinsten aktivitäten bei allem dabei, wie auch allgemeine antriebsschwäche, müdigkeit die einfach immer da ist und nie weg ist. ich kenne es nicht wach oder ausgeschlafen zu sein. da habe ich nichtmal ein konzept zu wie das sein soll wenn man einfach ausgeschlafen ist, fit ist und sich schmerzfrei wohl fühlt. denn zu meinen körperlichen erkrankungen (neben der fibromyalgie habe ich diverse wirbelsäulenerkrankungen, arthrosen und ähnliches mehr) habe ich auch mit psychisch/seelischen herausforderungen zu tun, welche aufgrund einer kindheit voller misshandlungen, missbrauch, verwahrlosung und ähnliches zurück zu führen sind, die den alltag als solches nochmal schwerer machen. ich bin froh, dass die forschung im bereich der fibro weiter gegangen ist, die medizin nicht mehr auf dem stand ist, dass es eine rein psychische erkrankung ist, sondern die uni würzburg in diesem jahr nachweisen konnte, dass es eine erkrankung des peripheren nervensystems ist und eine andere studie gezeigt hat, dass ebenfalls die arteriellen nerven betroffen sind, so dass man nicht mehr ganz so behandelt wird, als hätte man nichts und einem eingeredet wird, man würde sich anstellen, drücken oder sonstwas.
von all den symptomen die ich bisher genannt habe, sind aber einige zusätzlich im alltag vorhanden die für sich genommen händelbar sind, im gesamtpaket aber dazu führen, dass es nur noch auslaugend, schwächend und leer machend ist. probleme mit dem magen-darm trakt, missempfindungen, dass sich kaltes wasser auf der haut anfühlt wie extrem heißes, wetterfühligkeit (wetterwechsel kann einen schub auslösen), migräne und schluckbeschwerden/ klos im hals gefühl. ich bin extrem reizempfindlich. geräusche die mir unangenehm sind ebenso wie gerüche oder lichtverhältnisse können das befinden extrem stören, weshalb ich, auch wegen meines tinnitus immer irgendwelche musik laufen habe, das licht ständig anpasse oder mit sonnenbrille rumlaufe, für frische luft sorgen muß, weil es schnell zu stickig für mich sein kann, wie auch das aushalten von verhältnissen die ich nicht ändern kann, wie eben das wetter und die temperaturen. wird mir kalt, bekomme ich schmerzen, ist es warm geht es meist, je trockener die hitze, desto besser geht es mir. derzeit sitze ich hier mit 2 paar socken an den füßen in dicker jogginghose und strickjacke, damit ich ja das fenster offen lassen kann. im bett habe ich eine dicke wolldecke doppelt gelegt zusätzlich zur normalen decke, damit ich in der nacht frische luft um mich habe aber nicht friere.
ich erzähle hier unglaublich viel und dennoch glaube ich kaum, das sich wirklich vermitteln kann wie es mir geht, wie schwer es manchmal ist so zu leben, damit klar zu kommen, dennoch ein guter vater zu sein, mir wenn schon kein freund zumindest kein feind zu sein, meinem körper irgendwie zu geben was er braucht ohne mich dafür scheiße zu fühlen oder ein schlechtes gewissen gemacht zu bekommen und dabei irgendwie den mut, die hoffnung, mein trotz allem meist offenes und freundliches gemüt zu erhalten. nicht selten ist es so, dass ich alles hinschmeißen will, weil ich einfach nicht mehr kann und nicht mehr will. diese krankheit begleitet mich jetzt seit mehr als 15 jahren, auch wenn es zu anfang gut zu händeln war, wird es doch immer schlimmer. wenn es so weiter geht, will ich nicht wissen wie es in 5 jahren aussieht und ob ich dann überhaupt noch in der lage bin mich zu bewegen.
was es auch erschwert sind ratschläge von leuten. ich weiß, manche meinen es echt gut, aber für jeden scheißhauskommentar, gut gemeinten rat, besserwisserspruch oder ähnliches auch nur 10cent, ich hätte ausgesorgt. ich kann mir die ganze scheiße nicht mehr anhören. es kotzt mich an sprüche zu hören die für andere mit anderen krankheitsbildern funktionieren, aber bei einem doch recht komplexen krankheitsbild wie dem meinigen, wo auch noch diverse sachen ungünstig zusammenlaufen (fibro, kptbs, wirbel und bandscheibenkisten, kaputter magen, arthrose, depressionen, insomnie, usw.usf) die sich zt gegenseitig potenzieren ist die luft einfach irgendwann raus. da hilft kein gut gemeinter rat, da hilft es nicht mir vorzuhalten dass horrorfilme scheiße sind, gebratenes essen schlecht für den körper am abend ist, nachts lange wach zu bleiben schädlich ist oder sonstwas. glaubt mir, wenn ich mich mit iner sache wirlich auseinander gesetzt habe, dann ist es mein zustand der eben nicht besser wird, egal was ich mache, was ich lasse, ausprobiere, nehme, reduziere oder sonst was.
manchmal ist scheiße einfach scheiße und sie wird nicht besser wenn man sie mit zuckerguß bepinselt, glitzer draufstreut oder so tut als sei es besondere scheiße. ich habe dieses fuckng problempaket zu tragen, also lasst mir auch die freiheit es so zu tragen wie es für mich am besten zu händeln ist, ohne dass ich zu einem miesepetrigen vollarsch mutiere oder bissig und gemein werde.
so, mir geht es jetzt besser, ich hab ein paar sachen raus gelassen, längst nicht alles, aber zumindest so viel, als dass es mir besser geht.
ich weiß, facebook ist für sowas nicht wirklich da bzw sollte für sowas nicht genutzt werden, aber wer wirklich mit mir zu tun haben will, der darf auch gerne wissen, dass neben all dem schwarzen und oft genug furchtbar albernem humor ne menge mist steckt. dass zwischen all den positiven, lebensbejahenden und gelebten hoffnungen, segnungen und ähnlichem mehr eine menge mehr ist.
ja, das alles hier ist verfluchte scheiße, keine frage, aber wenn ich eines in meinem bisher doch recht verkacktem leben gelernt habe, dann eines: es geht fucking nochmal weiter und es liegt an mir das beste draus zu machen, egal woraus und egal wie es danach aussieht, solange ich mir im spiegel in die augen gucken kann und trotz allem irgendwo noch zufrieden mit mir bin, weil ich mein bestes gegeben habe, braucht keiner!!! sich erdreisten mir etwas zu sagen.

Kreativkrambilder

Wenn sich wer für meine kreativen Verbrechen interessiert, auf meinem Tumblr poste ich regelmäßig Bilder von gesponnenem, gestricktem, gewobenen, gemalten und gecraftetem (also alles was schamagisch oder sonstwie ist)

http://hedgewalker.tumblr.com/

 

Das Mariendilemma, geschrieben von Mo

Mein Post zum Mariendilemma wurde im WuWe gepostet😀

 

Ohne kreativen Outbound wäre ich vermutlich noch kaputter in mir drin als ohnehin schon, weshalb ich gestern Nacht 2 Schreine gebaut habe.
Einen für „die Göttin“ ohne jetzt eine spezielle im Kopf zu haben und einen für Maria

(schlechtes Bild, wenn ich es nicht vergesse mache ich mal bessere)

Ich habe zwei gemacht, damit ich während die Farbe trocknen mußte keine Leerlaufzeiten hatte.
Diese Woche sind auch noch 2 Prayerbeads entstanden. Ein „Witchy“ artiger mit Pentagram und 5 Steinschädeln in Farben der Elemente und heute einer für Horus in Himmels und Erdfarben. (Fotos folgen, vielleicht^^)

Da mein Sohn (der große) heute Papazeit wünschte (seine Kumpel konnten alle nicht^^) konnte ich leider nicht das machen was ich vorhatte, aber aufgeschoben und so

Das kreative tun gestern war echt nötig. Nicht dass die wirklich für mich wäre, vermutlich werde ich die in den Laden bringen wo ich auch Karten lege, vielleicht will die jemand kaufen, könnte das Geld grad gut gebrauchen und da handgemachtes mystisch-magisches da immer gut weg geht ist es einen Versuch wert.

Ja, warum es nötig war….heute wollten wir eigentlich mit ein paar Leuten ein Ritual zur Sommersonnenwende machen, da mein Befinden aber ,körperlich, in so einem miesen Zustand ist, habe ich das abgesagt, da es zu viel gewesen wäre.
Im Moment ist es echt schlimm, weshalb ich hoffe dass das Wetter bald sommerlich wird und vor allem bleibt und nicht zwischen Herbst und Tropenschwüle hin und her switched.

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